œnm . œsterreichisches ensemble fuer neue musik

palimpsest

Donnerstag, 2. Juni 2022, 19:30

Universität Mozarteum Salzburg, Solitär
Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg

PROGRAMM

Iannis Xenakis (1922 – 2001)
„Palimpsest“ für Ensemble (1979)

Lars Petter Hagen (* 1975)
„Harmonium – Repertoire“ für Ensemble (2016)

Egon Wellesz (1885 – 1974)
Lieder aus Wien op. 82 (1959), bearbeitet für Gesang und vier Instrumente von Adrian Eröd UA (2022)

Periklis Liakakis (* 1970)
„Heine – eine Schubert-Übermalung“ für Bariton, Schlagzeug, Harfe und Kontrabass UA (2021)

Marko Nikodijevic (* 1980)
„Gesualdo Dub – Raum mit gelöschter Figur“ – Konzert für Klavier und Ensemble (2012)

MITWIRKENDE

œnm . œsterreichisches ensemble fuer neue musik

SOLISTEN

Nora Skuta. Klavier

DIRIGENT

Rupert Huber. Dirigent
Iannis Xenakis 1971

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2022 wäre Iannis Xenakis 100 Jahre alt geworden. Diesem ganz Großen der Neuen Musik erweisen wir mit der Aufführung seines Ensemblewerks „Palimpsest“ die Ehre. Palimpsest bedeutet so viel wie Auslöschung und Überschreibung von etwas Vorhandenem. Bei Xenakis bezieht sich der Begriff auf kompositorische Verfahren. Bei allen anderen Werken hingegen begegnet uns Musik über Musik, gibt es gleichsam ältere klangliche Schichten, die durch Materialien, die ihnen überlagert wurden, mehr oder weniger deutlich hindurchscheinen. In Lars Petter Hagens „Harmonium Repertoire“ sind das einige Wendungen aus der Musik der Romantik und Spätromantik – man denke an Schubert, Bruckner, Schönberg und Mahler –, die wie im Traum erinnert werden. Adrian Eröd fächert den Klaviersatz der „Lieder aus Wien“ von Egon Wellesz instrumental auf. Periklis Liakakis, der sich vor knapp einem Jahrzehnt schon Schuberts „Winterreise“ kompositorisch angenähert hat, hat nunmehr einige Heine-Lieder Schuberts vor allem klangfarblich neu ausgeleuchtet.
Marko Nikodijevic hingegen bezieht sich in „Gesualdo Dub – Raum mit gelöschter Figur“ auf ein winziges Fragment aus Gesualdos „Moro, lasso, al mio duolo“. Das todessüchtige Madrigal des Renaissancekomponisten wird bei Nikodijevic zum Ausgangspunkt eines ins Rauschhafte gesteigerten Exzesses: eine der suggestivsten Ensemblekompositionen der jüngeren Vergangenheit.

Eine Konzerteinführung findet um 18:45 Uhr im Solitär statt.

    Anmeldung:

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